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Projekt "Mondgebirgshöhen" - Schuljahr 2009/10



>>> Projektidee
>>> Astrogruppe
>>> Statusbericht zum 11.12.09
>>> Statusbericht zum 20.03.10
>>> Projektbericht und Bilder


Projektidee


Das Ziel dieses Projektes ist die Bestimmung der Höhen von Bergen und Kraterwänden auf dem Erdmond. Um diese Informationen zu gewinnen, soll der Schattenwurf dieser Erhebungen in das Umland benutzt werden. Betrachtet man Berge nahe des Terminators (Licht-Schatten-Grenze), so fällt auf, dass eine Seite des Berges in der prallen Sonne liegt während die gerade aufgehende Sonne lange Schatten in das umliegende Gelände wirft. Diesen Sachverhalt zeigt das nachstehende am 28. November 2009 mit der Webcam aufgenommene Bild.


Mondberg in der aufgehenden Sonne mit langem Schatten. Das Seeing war bei dieser Aufnahme allerdings schlecht.



Bei der Umsetzung dieses Projektes werden Aufnahmen der Mondoberfläche mit der Webcam und der CCD-Kamera gemacht. Am Terminator wird nach geeigneten Bergen mit Schattenwurf gesucht. Die Aufnahmen werden am Computer bearbeitet und vermessen. Parallel zu dieser Tätigkeit wird ein mathematisches Modell entworfen, welches die Länge der Schatten, ihre Orientierung, die Mondphase und die Position der Berge auf der Mondoberfläche zu der Höhe der Berge gegenüber dem Umland in Beziehung setzt. Einmal entwickelt, lässt sich das Verfahren auf eine beliebige Anzahl von Oberflächenstrukturen auf dem Mond anwenden. Ein Projektbericht soll geschrieben und die Ergebnisse in geeigneter Form präsentiert werden.



Astrogruppe des Schuljahres 2009/10


David Cont (5E)

Eugen Happacher (5B)

Redian Balla (5C)

Tiziano Munaro (2C

Jonas Rigo (2C)

Christof Wiedemair (Lehrer)


Statusbericht zum 11.12.09

Das Wetter lässt uns zwar in diesem Schuljahr gehörig im Stich und die Luft oberhalb des Schulgebäudes scheint turbulenter denn je zu sein - trotzdem lassen wir uns nicht entmutigen! David und Redian haben sich schon an die Ausarbeitung des mathematischen Modells für die Bestimmung der Mondgebirgshöhen gemacht und kommen gut voran - ein Ansatz mit Vektoren scheint der beste zu sein. Für weitere Beobachtungen hoffen wir auf zwei schöne Weihnachtsferienwochen...


David, Jonas und Tiziano beim Steuern von Teleskop und Kamera.


Die Fünftklässler bei der Suche nach einem passenden mathematischen Modell des Problems.



Statusbericht zum 20.03.10

Über Weihnachten war das Wetter leider auch nicht gut genug, um hochwertige Daten zu gewinnen. Dies gelang uns erst in der dritten Jännerwoche. Insbesondere am Samstag, den 23.01.10 war die Luft ausgesprochen ruhig und der Mond stand relativ hoch. Zudem waren am Terminator etliche Schatten von Bergen und Kraterrändern zu sehen. In der letzten Märzwoche konnten wir auch die Auswertung der Ergebnisse beginnen. Die Bilder wurden reduziert und das mathematische Modell wurde weiterentwickelt. Wir hoffen noch im April auf einen erfolgreichen Abschluss des Projekts.


Eine Gebirgskette mit langen Schatten. Bild vom 23.01.10.


Lange Schatten auf dem Kraterboden. Bild vom 23.01.10.


Redian beim Skizzieren der komplizierten Geometrie des Problems.


Eugen und David beim Diskutieren über die beste Vorgehensweise.



Projektbericht

Der Apriltermin für das Ende der Auswertung ließ sich leider nicht halten und so haben wir das Projekt erst am Ende des Schuljahres zu einem vorläufigen Abschluss gebracht. Vorläufig auch deshalb, weil wir mit unseren Ergebnissen systematisch oberhalb der veröffentlichten Werte liegen. Allerdings erfährt man auch nicht, auf welches Niveau sich die angegebenen Werte beziehen. So etwas wie einen Meeresspiegel gibt es ja auf dem Mond nicht. Wir bleiben auf jeden Fall am Ball.

Inzwischen lassen sich Details unserer Arbeit im Projektbericht nachlesen:



ACHTUNG: Dateigröße 3,5 MB

Teil des Mondterminators mit eingefügten Webcambildern und Namen.


Teil des Mondterminators mit eingefügten Webcambildern und Namen.


Beispiel für eine Vermessung mit Geogebra.