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Das Projekt "Beobachtungsposten"

>>> Projektidee und Stand zum 22.11.11
>>> Stand des Projektes zum 01.05.12
>>> Stand des Projektes zum 01.10.12
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>>> Sponsoren




Projektidee und Stand zum 22.11.11

Seit nun etwa fünf Jahren gibt es am Cusanus-Gymnasium eine rührige Astronomiegruppe, die in den letzten Jahren eine große Anzahl von Tätigkeiten und Projekten durchgeführt hat. Es gab visuelle und fotografische Beobachtungen am Schulteleskop, Unterrichtseinheiten, Modellbildung und Datenauswertung, Beobachtungsabende für Schüler, Eltern und die breite Öffentlichkeit, Lehrfahrten zu astronomischen Highlights, Vorträge von Wissenschaftlern, Teilnahmen an Wettbewerben, ein gemeinsames Forschungsprojekt mit einer belgischen Universität usw.

Ein Blick auf die Astro-Pinnwand vor dem Lehrerzimmer des Realgymnasiums oder das Stöbern in dieser Homepage zeigt, dass diese Arbeit schon tolle Ergebnisse geliefert hat. Es findet sich z.B. eine große Sammlung von Artikeln: von Beiträgen in lokalen Tageszeitungen bis hin zu englischsprachigen Fachjournalen. Man kann auch nachlesen, dass in diesem Jahr ein Asteroid von der Internationalen Astronomischen Union den Namen "Bruneck" erhalten hat, um damit die Arbeit der Astrogruppe auszuzeichnen. Und erst kürzlich hat die Astrogruppe den mit 3000 Euro dotierten "Reiffpreis für Amateur- und Schulastronomie" gewonnen.

Bislang beobachtet und fotografiert die Astrogruppe den Sternenhimmel vom Dach der Schule aus. Dieser Standort für das Schulteleskop ist mit mehreren Nachteilen verbunden. Die Himmelsaufhellung durch künstliches Licht ist dabei das größte Problem. Sie hat in den letzten Jahren beträchtlich zugenommen (Fußballplatz, Campus, Nachtskilauf am Kronplatz, Skybeamer... ) und wird weiterhin zunehmen (neue Kletterhalle, neue Gebäude...).



Bild 1: Hier sieht man den typischen Aufbau für eine Beobachtung am Dach des Realgymnasiums.

Deshalb hat die Astrogruppe sich das Ziel gesetzt, das Teleskop an einem Standort außerhalb von Bruneck fix unterzubringen. Wir planen die Aufstellung von zwei Hütten aus Holz, eine beheizte mit Arbeitsplätzen für die Beobachter und eine zweite mit verschiebbarem, auf Rollen gelagertem Dach für das Teleskop.



Skizze 1: In diesem Beispiel sieht man links die Beobachterhütte (3m x 3,7m) und rechts die Teleskophütte (3 m x 3m). Das Dach der Teleskophütte kann auf Rollen über die Balken zur Seite geschoben werden, damit das Teleskop freie Sicht erhält.



Bild 2: Julian beim Vermessen des Horizontes an einem der möglichen Standorte des Beobachtungspostens mit einem selbstgebastelten Quadranten (Geodreieck, Schnur und Schlüsselbund).

Im letzten Frühling sind wir unserem Wunsch einen bedeutenden Schritt nähergekommen. Eine Privatperson stellte uns einen hervorragend geeigneten Flecken Grund auf 1500 m in Hofern oberhalb von Kiens für die Aufstellung des Beobachtungspostens zur Verfügung. Angespornt von dieser Zusage begannen wir, das Projekt eifrig zu verfolgen. Inzwischen haben wir 9000 Euro an Sponsorgeldern gesammelt. Die Pircher Oberland AG hat uns den Bausatz für zwei Hütten geschenkt und die Maurer und Zimmerer der Landesberufsschule Bruneck haben uns Hilfe beim Aufbau des Postens zugesichert. Im Frühling sollte der Aufbau losgehen...

Leider hat der Grundeigentümer vor zwei Wochen völlig überraschend seine anfängliche Zusage zurückgezogen, sodass wir zur Zeit ohne geeigneten Standort für unseren Posten dastehen. Nach der anfänglichen großen Enttäuschung sind wir inzwischen schon wieder dabei, uns nach geeigneten Plätzen umzusehen.

Der ideale Standort erfüllt folgende Bedingungen:

Die Fläche die der Astroposten einnehmen wird liegt bei ca. 10 m x 3 m. Wir planen den Posten etwa in 50 Nächten pro Jahr nutzen. Die Anzahl der Beobachter liegt meist bei fünf Personen. Die Nutzung sollte für mindestens 10 Jahre gewährleistet sein. Die Astrogruppe nutzt den Posten exklusiv und seriös.

Diese Internetseite kann sicherlich nicht alle Fragen beantworten! Wem aber die Idee gefällt, ein astronomisches Observatorium auf seinem Grund zu beherbergen und damit auch noch einem guten Zweck zu dienen, den bitten wir, sich zu melden (Kontaktdaten oben rechts). Wir setzen uns gerne mit Ihnen an einen Tisch und besprechen alles durch.

In der Hoffnung auf viele Rückmeldungen grüßt

die Astrogruppe des Cusanus-Gymnasiums

PS: Wir danken der Südtiroler Sparkassenstiftung, der Stadtgemeinde Bruneck und dem Unternehmen Pircher Oberland AG für die Unterstützung der Astrogruppe!




Bild 3: Einige Mitglieder der Astrogruppe des heurigen Jahres 2010/11 bei einer Beobachtung von CY Aquarii auf dem Schuldach.



Stand zum 01.05.12

Zu unserer großen Freude hat sich das Standortproblem inzwischen gelöst. Wir haben einen exquisiten Standort östlich von Bruneck auf 1600 m Meereshöhe gefunden. Der Horizont ist von Nordosten bis Nordwesten sehr tief. Lichtquellen sind in weitem Umkreis keine vorhanden oder können abgeschaltet werden.



Bild 4: Diese Panoramaaufnahme zeigt den Blick vom geplanten Standort nach Süden. Wichtige Berge sind mit Namen versehen. Ein größeres Bild kann per Klick in einem neuen Fenster geladen werden.

Messungen der Himmelshelligkeit mit einem Sky-Quality-Meter zeigten in einer mondlosen Nacht nach Abschluss der Dämmerung Werte von nur 21 mag pro Quadratbogensekunde. Der Grundbesitzer ist mit der Aufstellung einverstanden und auch die Gemeindeverwaltung steht dem Projekt aufgeschlossen gegenüber.

Die Baufachschüler des Berufsbildungszentrums Bruneck haben sich schon im März in den schuleigenen Hallen an die Vorarbeiten an den beiden Hütten gemacht. Definitiver Baustart ist für die ersten beiden Septemberwochen geplant.



Stand zum 01.10.12

Es ist fast vollbracht!



Der betriebsbereite Beobachtungsposten nach dem ersten Schneefall des Winters 2012.

Im August und in den ersten Septembertagen galt es noch Einiges zu organisieren, dann lag der Ball ganz bei den fleißigen Baufachschülern. Am 6. September fuhren die neun Schüler der 3. Klasse "Baufach" des Berufsbildungszentrums Bruneck mit zwei engagierten Lehrern zum ersten Mal zum Standort des zukünftigen Astro-Postens. Es galt das Arbeits- und Verbrauchsmaterial für die anstehenden Maurer- und Zimmermannsarbeiten heranzuschaffen, zu sichten und zu ordnen. Und dann ging es richtig los!

In den folgenden zwei Wochen wurde getragen, gekarrt und gezogen, geschöpft, bewegt und gestemmt, gehämmert, geschraubt und genagelt, geflext, geschnitten und gehobelt, alles was das Handwerkerlatein sonst noch hergibt und noch mehr...

Bilder sagen mehr als 1000 Worte, deshalb in der folgenden Galerie ein paar Einblicke in die arbeitsreichen Stunden!

Link zur Bildergalerie
Die Galerie öfnet sich in einem neuen Tab!


Hier unsere Zeitraffervideo vom Bau und von den ersten paar Nächten. Unbedingt in Full HD anschauen!







Dank den Sponsoren

Wir danken unseren Sponsoren herzlich für die Unterstützung des Projektes! Ein besonderer Dank gilt den Schülern und Lehrern der Baufachschule des BBZ Bruneck!