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"Astronomy Photographer of the Year" 2013
Julian Durnwalder unter den Finalisten

von Hans Peter Lercher


Der Schüler Julian Durnwalder von der Astrogruppe des Cusanus-Gymnasiums Bruneck war unter den Finalisten des Wettbewerbs "Astronomy Photographer of the Year" in Greenwich. Mit einem tollen Bild des Kometen Panstarrs über Bruneck gelang Julian Durnwalder der Einzug in die Endrunde des Wettbewerbs "Astronomy Photographer of the Year" des Royal Observatory in Greenwich. Er traf dort auf die weltbesten Astrofotografen und kam auch in die Endrunde in der Klasse der Bilder, die Erde und Himmelkörper in einem Bild zeigen. Für einen der begehrten Preise reichte es am Ende zwar nicht (das wäre unter 1.200 Einsendungen auch nicht gerade einfach gewesen), aber wie bei den Sportlern gilt auch für die Astronomie-Fotografen das olympische Motto: "Dabei sein ist alles!"

Aber im Detail: Im Frühjahr besuchte der leidenschaftliche Amateur-Astronom das Royal Observatory in Greenwich nahe London. Dort erfuhr er von diesem Fotowettbewerb, der heuer zum vierten Mal ausgeschrieben wurde. Und er beteiligte sich daran, denn Fotos von astronomischen Erscheinungen fertigt der Schüler bereits seit Jahren an. Denn die Astrogruppe des Cusanus Gymnasiums Bruneck, die vom Fachlehrer Christof Wiedemair geleitet wird, ist sehr aktiv und betreibt seit einiger Zeit auch ein kleines Observatorium. Julian Durnwalder hat sich am Wettbewerb mit einem Foto des Kometen Panstarrs beteiligt. Dieser Komet hat seinen Namen vom Teleskopsystem, das ihn entdeckt hat. Dieses System besteht aus vier Teleskopen, mit denen große Teile des Nachthimmels über einen längeren Zeitraum beobachtet werden. Panstarrs steht für "Panoramic Survey Telescope And Rapid Response System". Das Foto ist wirklich beeindruckend und es bedarf einiger Erfahrung in Sachen Sternen-Fotografie, um ein solches Bild zustande zu bringen. Dazu kommt die Luft- und Lichtverschmutzung, die den Astronomie-Fotografen die Arbeit immer mehr erschwert. Es ist kein Zufall, dass die heurigen Siegerfotos des Wettbewerbs allesamt in Afrika und Landschaften entstanden sind, wo es keine oder nur eine geringe Luft- und Lichtverschmutzung gibt.

Was macht den Reiz der Astronomie aus? Julian Durnwalder: "Wenn man sich mit dem Weltall beschäftigt, taucht man gewissermaßen in eine andere Welt ein und es weht einen ein Hauch von Ewigkeit an, um es etwas pathetisch zu sagen. Zudem werden immer wieder neue Objekte im All entdeckt und ganze Sternensysteme, die immer wieder einen neuen Reiz vermitteln, das Weltall weiterzusuchen. Das läst einen schnell die Mühe vergessen, die es bedeutet, sich halbe Nächte bei der Beobachtung des Alls um die Ohren zu schlagen." Der Schüler möchte Astrophysik studieren, sein Berufswunsch ist Astronom, auch wenn ihm klar ist, dass es Berufe gibt, die eine bessere Zukunftsperspektive haben. Aber zumindest die alltäglichen Perspektiven dieses Berufs sind fantastisch!




Julian Durnwalder, Schüler des Realgymnasiums Bruneck, ist ein begeisterter Hobbystronom.


Mit diesem Foto des Kometen PANSTARRS über Bruneck hat sich Julian Durnwalder an einem Fotowettbewerb beteiligt.